Die kleine Meerjungfrau blickt seit mehr als einhundert Jahren auf ihre Stadt: Kopenhagen. Ebenso schön gibt die Königliche Garde ein Sinnbild der Stadt ab. Neben vielen Sehenswürdigkeiten ist die dänische Hauptstadt aber auch für ihr Design berühmt geworden. Die Innenstadt ist voller Shoppingmeilen.

Im familienfreundlichen Kopenhagen trifft sich Romantisches mit Stilhaften. Es ist der kulturelle Mittelpunkt des Landes. Die alte Kaufmannsstadt, so wurde Kopenhagen benannt, verbindet die beiden Inseln Seeland und Amager mit einer Klappbrücke, auf der die Stadt errichtet wurde.

Dänemark und seine Hauptstadt stehen für Weltoffenheit. Die Residenz der Königin im Schloss Amalienborg ist für Touristen eine absolute Attraktion. Genial ist der Aussichtsturm Runde Tårn, von dem aus sich ein spektakulärer Ausblick über die Stadt und das Umland ergibt.

Espresso oder Filterkaffee? Mit dieser Frage hätten Sie noch vor wenigen Jahren im besten Fall Stirnrunzeln provoziert und im schlimmsten Fall wären Sie als hoffnungslos altmodisch gebrandmarkt gewesen. Heute liegen Sie damit voll im Trend. Die Wiederentdeckung der Langsamkeit ist salonfähig und hat die Kaffeekultur erreicht. Wer einen gepflegten Aufguss zelebrieren kann, ist auf der Höhe der Zeit und bekennt sich zum Genuss: Filterkaffee bringt den komplexen Charakter der Kaffeearomen richtig zur Geltung – wenn er gekonnt gebrüht wird!

Eine Welt voll Aromen

800 verschiedene Inhaltsstoffe stecken in jeder Kaffeebohne. Sie sorgen für das kräftige und wohlschmeckende Aroma unseres liebsten Getränkes. Allerdings kommt es wie immer auf die richtige Dosis an: Nicht alles, das Kaffee in sich hat, wollen wir in der Tasse haben. Die richtige Zubereitung ist eine Kunst – mittlerweile auch mit eigenen Meisterschaften.

Das Geheimnis liegt im sorgsamen Umgang mit den flüchtigen Kaffeearomen und der gekonnten Extraktion – dem Lösen der Inhaltsstoffe aus der Kaffeebohne. Die ausgewogene Balance von Röstaromen, Säure und Bitterstoffen ist eine Frage von Wassertemperatur, Mahlgrad des Kaffeepulvers und Durchlaufzeit.
Der Tipp von Profis: Der Härtegrad von Wasser, d.h. der Gehalt an Kalzium- bzw. Magnesiumionen, beeinflusst die Qualität von Kaffee. Zu hartes Wasser neutralisiert die feinen Fruchtaromen, während zu weiches Wasser den Säuregehalt von Kaffee ungewollt verstärkt. Hierzulande haben wir es in der Regel mit hartem Wasser zu tun und professionelle Baristas setzen auf Wasserfilter, um dem entgegenzuwirken. Tischwasserfilter verrichten gute Arbeit und sind unter Kaffeeliebhabern sehr beliebt.

Die Kaffeemühle: unverzichtbares Zubehör

‚Frisch geröstet und frisch gemahlen‘ lautet das Credo für Kaffeegenießer. Auch für einen guten Filterkaffee sollten Sie die Kaffeebohnen erst unmittelbar vor der Zubereitung mahlen. Im Gegensatz zum feinen Pulver für Espressos verlangt der von Hand gebrühte Kaffee einen mittelgrob gemahlenen Kaffee.

Zu grob gemahlenes Kaffeepulver lässt das Wasser schnell durchlaufen und wichtige Inhaltsstoffe bleiben im Kaffeesatz zurück. Das Ergebnis ist eine dünne, wässrige Brühe. Bei zu feinem Pulver dagegen bleibt das Wasser zu lange in Kontakt mit dem Kaffee und ungewollte Inhaltsstoffe werden gelöst: Der Kaffee wird bitter und enthält zu viel Säure. Wie sieht nun der richtige Mahlgrad aus? Hier werden Sie um das Ausprobieren nicht herumkommen, denn auch unterschiedliche Röstungen verlangen unterschiedliche Mahlstärken. Als erste Annäherung können Sie sich an der Körnung von Tafelsalz orientieren.

Wählen Sie Ihre Kaffeemühle mit Sorgfalt. Eine schlechte Mühle kann den Genuss durch Überhitzung und ungleichmäßiges Mahlgut trüben. Wird der Kaffee in der Mühle zu heiß, entstehen zusätzliche, unangenehme Bitterstoffe. Besonders geeignet sind elektrische Mühlen mit einem Scheiben-oder Kegelmahlwerk: die Bohnen werden schonend und gleichmäßig gemahlen. Gute Handmühlen mit verstellbarer Mahlstärke sind besonders schick, sorgen für ein gelungenes Ergebnis und runden eine liebevoll zelebrierte Kaffeekultur so richtig ab.

Der Aufguss entscheidet

Die Auswahl Ihrer Lieblingsröstung und das schonende gleichmäßige Mahlen der Bohnen ist die halbe Miete zum vollen Kaffeearoma. Der letzte und entscheidende Akt ist der Aufguss. Achten Sie dabei auf diese Punkte:

• Die Menge: Eine Angabe in ‚Anzahl von Kaffeelöffel‘ kann sehr irreführend sein, da unterschiedlich gemahlener Kaffee unterschiedliche Dichte hat. Baristas geben Kaffeemengen daher in Gramm an: Für 200 ml Wasser sollten Sie mit rund 12 g Kaffeepulver rechnen.

• Der Filter: Spülen Sie Papierfilter vor der Verwendung mit heißem Wasser durch. Dadurch schwemmen Sie den Papiergeschmack aus, bevor er in Ihrer Tasse landet.
• Das Wasser: Die optimale Temperatur des Wassers liegt bei 90 bis 95°. Ist es zu heiß, werden Aromen schon im Filter abgebaut; ist das Wasser zukalt, bleiben wichtige Inhaltsstoffe im Pulver zurück.

• Das Blooming: Vor dem eigentlichen Aufguss feuchten Sie das Kaffeepulver mit heißem Wasser an und warten ca. 30 s. Damit geben Sie dem Pulver Zeit, seine Aromen zu entfalten. Der Profi Tipp: Je stärker das Pulver beim Blooming aufgeht und Blasen bildet, desto frischer ist der Kaffee. Ursache dafür ist das CO2 im Kaffee, das durch das heiße Wasser freigesetzt wird. Das CO2 entsteht bei der Röstung und wird bei der Lagerung nach und nach abgebaut.

• Das Aufgießen: Der letzte Schritt vor dem Genuss: Gießen Sie das heiße Wasser von der Mitte ausgehend in Kreisen langsam über das Pulver. Achten Sie darauf, dass das Wasser nur wenig, höchstens ein Zentimeter, über den Pulver steht. Beim ersten Aufguss können Sie Kaffee und Wasser mit einem Teelöffel gut durchrühren, um für die notwendige Durchmischung zu sorgen. Nach einem optimalen Aufguss bildet der verbleibende Kaffeesatz im Filter eine ebene Fläche – in keinem Fall einen Trichter in der Mitte.

Das Ergebnis ist Ihr Genuss in der Tasse.

Mittlerweile gibt es ein großes Angebot an passendem Accessoire für den entschleunigten Kaffeegenuss. Der japanische Hersteller Hario hat mit seinem formschönen und zweckmäßigen Sortiment die Renaissance des Filterkaffees es erst so richtig in Gang gebracht. Mit den stilvollen Karaffen, Filtern und Mühlen hat er den Zeitgeist getroffen und die Kaffeezubereitung aus Omas Zeiten in den Lifestyle der Gegenwart geholt.

Auch die elegante Chemex-Karaffe erlebt einen neuen Frühling. Die Entwicklung des deutschen Chemikers und Erfinders Dr. Peter Schlumbohm aus der Mitte des letzten Jahrhunderts ist ein zeitloser Design-Klassiker.

Einen ganz eigenen Stil (in Aussehen und Methode) bietet die aus den USA stammende AeroPress: Sie vereint die Vorteile einer French Press mit dem vollen Aroma des Filterkaffees. Kaffeepulver und heißes Wasser werden in einem Kolben angesetzt und danach durch einen Papierfilter in die Tasse gepresst.

Der Filterkaffee hat sich seinen Platz in unserer Kaffeekultur zurück erobert. Aber wie auch immer Sie die Frage nach Espresso oder Filterkaffee beantworten, letztendlich zählt das richtige Aroma zur passenden Zeit!